Klangideal

Ich baue nur Modelle, die den Modellen des amerikanischen Herstellers mit dem großen „F“ im Namen entsprechen.

Das sind die Modelle mit Vollholz-Korpus, geschraubtem Hals und Einzelspulen-Tonabnehmern.

Da elektrische Gitarren umso begehrter sind, je älter sie sind, versuche ich, den Modellen der ersten Produktionsjahre und ihren typischen Merkmalen zu entsprechen.

„Leo did it right the first time“ ist ein geflügeltes Wort, das immer wieder benutzt wird, um die besondere Qualität der ersten Jahresproduktionen in den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu betonen. Zwar bezieht sich dieses Wort auf das allererste T-Modell, das als Esquire bekannt ist, wer diesen Satz aber auch als Ausdruck der eigenen Wertschätzung der frühen Jahre akzeptiert, wird in diese Wertschätzung auch die ersten Jahrgänge der S-Modelle einschließen.

Konkret bedeutet das: Die von mir gefertigten Instrumente haben einen Korpus aus Eschenholz und einen Ahornhals mit einem aufgeleimten Griffbrett, das entweder ebenfalls aus Ahorn (T-Modell) oder dunklem Holz (S-Modell) gefertigt ist.

Das Eschenholz soll dabei klangentscheidend sein. Ich kann das nicht beurteilen. Im Vergleich zum in späteren Jahren gebräuchlichen Erlenholz vermittelt mir das Eschenholz eine explosivere Reaktion auf meinen Anschlag. Vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein.

Im Zusammenspiel mit Tonabnehmern, die von ihren elektrischen Werten den Modellen der 50er-Jahre entsprechen, versuche ich, einen historisch korrekten Gitarrenklang zu erreichen. Hier ein schönes Beispiel:

Mein Lieblingsgitarrist ist Anson Funderburgh:

Natürlich kann man mit modernen Effektgeräten, Verstärkern etc. aus diesen Instrumenten deutlich andere Klänge herausholen….